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Erleichterung für SVs ab 2021

13.01.2021 

Positive Änderungen für gemeinnützige Sportvereine ab 2021

Im Jahressteuergesetz 2020 sind einige positive Änderungen beschlossen worden. Die für unsere Sportvereine relevanten Inhalte haben wir nachstehend zusammengefasst:

Anhebung der Freibeträge für Übungsleiter*innen und Ehrenämtler*innen

Der Übungsleiter-Freibetrag steigt von 2.400 € auf 3.000 €, der Ehrenamts-Freibetrag von 720 € auf 840 €.

Besteuerungsgrenze im wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb steigt von 35.000 € auf 45.000 €

Bislang waren Gewinne, die im wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb erzielt wurden, körperschaft- und gewerbesteuerpflichtig, wenn die Bruttoeinnahmen (einschließlich Umsatzsteuer) den Betrag von 35.000 € überstiegen. Diese Grenze ist nun auf 45.000 € angehoben worden.

Pflicht zur zeitnahen Mittelverwendung für kleine Vereine aufgehoben

Grundsätzlich sind gemeinnützige Vereine verpflichtet, die ihr zufließenden Mittel zeitnah, d.h. spätestens in den beiden auf den Zufluss folgenden Jahren, für satzungsmäßige Zwecke zu verwenden. Diese Mittelverwendungsfrist gilt nicht mehr für Vereine, deren jährliche Gesamteinnahmen unter 45.000 € betragen.

Grenze für Kleinbetragsspenden von 200 € auf 300 € erhöht

Die Grenze für Kleinbetragsspenden ist von 200 € auf 300 € erhöht worden. Bis zu diesem Betrag muss der Verein keine Spendenbescheinigung ausstellen, sondern es ist die Vorlage eines Bareinzahlungs- oder Buchungsbelegs eines Kreditinstituts ausreichend.

Weitergabe von Mitteln an andere gemeinnützige Organisationen

Gemeinnützige Vereine können Mittel teilweise an andere steuerbegünstigte Körperschaften weitergeben. Hierbei besteht für den zuwendenden Verein die Gefahr, dass die Empfängerkörperschaft die Mittel nicht für steuerbegünstigte Zwecke verwendet. Insofern war bislang nicht eindeutig geregelt, inwiefern der zuwendende Verein die Verwendung zu kontrollieren hat und gegebenenfalls für eine Fehlverwendung haftet. Eine gesetzliche Neuregelung stellt klar, dass der zuwendende Verein Vertrauensschutz genießt, dass die Mittel für steuerbegünstigte Zwecke verwendet werden. Voraussetzung hierfür ist, dass der Verein sich durch Vorlage einer Ausfertigung einer Anlage zum Körperschaftsteuerbescheid oder eines Freistellungsbescheids, die nicht älter als fünf Jahre sein dürfen, oder eines Feststellungsbescheids nach § 60a AO, der nicht älter als drei Jahre sein darf, nachweisen lässt.

Kooperationen mit anderen steuerbegünstigten Institutionen

Das planmäßige Zusammenwirken mit anderen steuerbegünstigten Körperschaften führt dazu, dass hierdurch die satzungsmäßigen Zwecke unmittelbar verwirklicht werden und die Tätigkeit als Zweckbetrieb eingeordnet werden kann. Diese Neuregelung beseitigt Unsicherheiten zum Beispiel bei Kooperationen von Sportvereinen mit Trägern des Offenen Ganztags.

Quellen: VIBSS und Jahressteuergesetz 2020 | Verkündung: Bundesgesetzblatt vom 28.12.2020
Abruf vom 08.01.2021